
5 Wege, NocoBase zu deployen in 2026
Atakan ÖztarakDu suchst nach dem besten Weg, NocoBase zu deployen, die Open-Source No-Code/Low-Code Plattform? Egal ob du ein schnelles Production Setup brauchst, volle Kontrolle über deine Infrastruktur willst oder es einfach nur lokal testen möchtest: es gibt eine Option für dich.
Mit NocoBase kannst du CRMs, Projekttracker, Inventarsysteme und so ziemlich jedes interne Tool bauen, ohne Code zu schreiben. Die WordPress-artige Plugin-Architektur hebt es von anderen No-Code Plattformen ab. Das Beste? Du hast mehrere Deployment-Optionen, je nach deinen Anforderungen, Budget und technischem Know-how.
In diesem Guide zeige ich dir 5 verschiedene Wege, NocoBase zu deployen, vom einfachsten Managed Deployment bis zum Enterprise-Grade Kubernetes Setup. Willst du die Kurzfassung? Spring direkt zur Vergleichstabelle.
Los geht's.
1. Sliplane - Der einfache Weg
Wenn du den einfachsten und kostengünstigsten Weg willst, NocoBase in Production selbst zu hosten, ist Sliplane deine Antwort. Deploy NocoBase in unter 5 Minuten mit nur ein paar Klicks. Kein Server-Management, kein Docker-Wissen nötig.
So schnell geht's:
Sliplane ist eine Platform-as-a-Service (PaaS), die dir das Beste aus beiden Welten gibt: einfache Bedienung und günstiges Pricing.
So funktioniert's:
- Registrier dich auf sliplane.io (kostenloser GitHub Login)
- Erstell einen Server (oder nutz den kostenlosen 48-Stunden Trial Server)
- Deploy PostgreSQL mit dem Preset, dann deploy NocoBase aus der Registry
- Fertig! Deine NocoBase Instanz ist live mit automatischem HTTPS
NocoBase braucht PostgreSQL, also deployest du zwei Services. Sliplane handelt das interne Networking dazwischen automatisch. Du bekommst auch ein persistentes Volume für deinen NocoBase Storage.
| Kategorie | Bewertung |
|---|---|
| Komplexität | Sehr einfach: Kein technisches Wissen nötig |
| Preis | €9/Monat flat, unlimitierte User |
| Anpassbarkeit | Mittel: Environment Variables, Volumes, Domains |
Vorteile:
- One-Click Deployment: Kein Docker- oder Server-Wissen nötig
- Festes Pricing: €9/Monat flat, keine Per-User Gebühren
- Automatisches HTTPS: SSL-Zertifikate werden für dich gehandelt
- Einfache Updates: One-Click Redeploy zum Updaten
- Unlimitierte User: Kein Seat-basiertes Pricing
Nachteile:
- Kein dauerhaftes Free Tier: Nur 48-Stunden Free Trial
Am besten für: Developer, Startups und kleine Unternehmen, die NocoBase in Production haben wollen ohne den DevOps Overhead.
Für eine detaillierte Anleitung schau dir unseren Guide zum NocoBase Self-Hosting auf die einfache Art an.
2. Self-Hosted auf einem VPS - Der DIY Weg
Für Developer, die volle Kontrolle lieben und die absolut niedrigsten Kosten wollen, ist Self-Hosting von NocoBase auf einem Virtual Private Server (VPS) der richtige Weg. Provider wie Hetzner, DigitalOcean oder Linode bieten günstige Server, auf denen du NocoBase mit Docker laufen lassen kannst.
So funktioniert's:
- Miete einen VPS (z.B. Hetzner CX23 für ~€3/Monat)
- Installier Docker und Docker Compose
- Richte einen Reverse Proxy (Caddy oder Nginx) für HTTPS ein
- Deploy NocoBase mit PostgreSQL per Docker Compose
- Konfigurer DNS und zeig deine Domain drauf
Hier ist das Docker Compose Setup:
networks:
nocobase:
driver: bridge
services:
app:
image: nocobase/nocobase:latest-full
restart: always
networks:
- nocobase
depends_on:
- postgres
environment:
- APP_KEY=AENDER_MICH_ZU_EINEM_ZUFAELLIGEN_SECRET
- DB_DIALECT=postgres
- DB_HOST=postgres
- DB_PORT=5432
- DB_DATABASE=nocobase
- DB_USER=nocobase
- DB_PASSWORD=AENDER_MICH_ZU_EINEM_SICHEREN_PASSWORT
- TZ=UTC
volumes:
- ./storage:/app/nocobase/storage
ports:
- "3000:80"
postgres:
image: postgres:16
restart: always
command: postgres -c wal_level=logical
environment:
POSTGRES_USER: nocobase
POSTGRES_DB: nocobase
POSTGRES_PASSWORD: AENDER_MICH_ZU_EINEM_SICHEREN_PASSWORT
volumes:
- ./storage/db/postgres:/var/lib/postgresql/data
networks:
- nocobase
Wir haben einen kompletten Schritt-für-Schritt Guide mit Screenshots: NocoBase auf Ubuntu 24.04 mit PostgreSQL selbst hosten
| Kategorie | Bewertung |
|---|---|
| Komplexität | Mittel: Docker, Linux, Netzwerk-Wissen |
| Preis | €3-10/Monat (günstigste Option) |
| Anpassbarkeit | Hoch: Voller SSH-Zugriff, jede Konfiguration |
Vorteile:
- Günstigste Option: Ab €3-5/Monat bei Hetzner
- Volle Kontrolle: SSH-Zugriff, Custom Konfigurationen, jedes OS
- Kein Vendor Lock-in: Jederzeit zu einem anderen Provider wechseln
- PostgreSQL inklusive: Production-ready Datenbank von Anfang an
Nachteile:
- Manuelles Setup nötig: Docker, Reverse Proxy, SSL, Firewall
- Du kümmerst dich um alles: Updates, Backups, Security Patches
- Zeitaufwand: Initiales Setup dauert 30-60 Minuten
- Debugging liegt bei dir: Kein Support, wenn was kaputt geht
Am besten für: Developer mit Linux/Docker-Erfahrung, die maximale Kosteneinsparungen wollen und Spaß an eigener Infrastruktur haben.
3. Lokale Entwicklung - Der Test-Weg
Du willst NocoBase evaluieren oder das Plugin System testen? Lokal auf deinem Laptop laufen lassen ist der schnellste Weg zum Starten. Kein Server nötig, keine Kosten.
So funktioniert's:
# Mit Docker (ein Befehl!)
docker run -d -p 3000:80 --name nocobase nocobase/nocobase:latest-full
# Öffne http://localhost:3000
Kein persistenter Storage: Dieses One-Command Setup nutzt keine Volumes, also gehen alle deine Daten, Apps und Konfigurationen verloren, wenn du den Container löschst.
Für ein realistischeres lokales Setup mit PostgreSQL erstell eine compose.yml:
networks:
nocobase:
driver: bridge
services:
app:
image: nocobase/nocobase:latest-full
networks:
- nocobase
depends_on:
- postgres
environment:
- APP_KEY=test-secret-key
- DB_DIALECT=postgres
- DB_HOST=postgres
- DB_PORT=5432
- DB_DATABASE=nocobase
- DB_USER=nocobase
- DB_PASSWORD=nocobase
- TZ=UTC
volumes:
- ./storage:/app/nocobase/storage
ports:
- "3000:80"
postgres:
image: postgres:16
command: postgres -c wal_level=logical
environment:
POSTGRES_USER: nocobase
POSTGRES_DB: nocobase
POSTGRES_PASSWORD: nocobase
volumes:
- ./storage/db/postgres:/var/lib/postgresql/data
networks:
- nocobase
Dann ausführen:
docker compose up -d
NocoBase nutzt beim ersten Start Standard-Login-Daten: admin@nocobase.com mit dem Passwort admin123. Änder die unbedingt, wenn du in Production gehst!
| Kategorie | Bewertung |
|---|---|
| Komplexität | Einfach: Docker muss nur installiert sein |
| Preis | Kostenlos, keine Hosting-Kosten |
| Anpassbarkeit | Hoch: Volle lokale Kontrolle |
Vorteile:
- Komplett kostenlos: Keine Hosting-Kosten
- Sofort einsatzbereit: Ein Befehl zum Starten
- Super zum Testen: Experimentier mit Plugins ohne Konsequenzen
- Developer-freundlich: Test NocoBase API Integrationen lokal
Nachteile:
- Nicht für Production: Dein Laptop ist kein Server
- Kein öffentlicher Zugriff: Andere können deine Instanz nicht erreichen
- Ressourcenverbrauch: NocoBase + PostgreSQL nutzt CPU/RAM deines Laptops
- Erster Start ist langsam: Datenbank-Initialisierung dauert ein paar Minuten
Am besten für: Developer, die NocoBase evaluieren, Plugins testen oder mit Datenmodellen experimentieren wollen, bevor sie sich für eine Hosting-Lösung entscheiden.
4. Kubernetes - Der Enterprise Weg
Für Organisationen mit bestehender Kubernetes-Infrastruktur oder die Enterprise-Grade Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit brauchen, ist das Deployment von NocoBase auf K8s eine Option.
Aber bevor du diesen Weg gehst: Lies unseren Artikel darüber, warum Kubernetes wahrscheinlich nichts für dich ist. Für die meisten Teams ist es massiver Overkill. Schau dir auch Docker vs Kubernetes an, um die wichtigsten Unterschiede zu verstehen.
So funktioniert's:
apiVersion: apps/v1
kind: Deployment
metadata:
name: nocobase
spec:
replicas: 1
selector:
matchLabels:
app: nocobase
template:
metadata:
labels:
app: nocobase
spec:
containers:
- name: nocobase
image: nocobase/nocobase:latest-full
ports:
- containerPort: 80
env:
- name: APP_KEY
valueFrom:
secretKeyRef:
name: nocobase-secrets
key: app-key
- name: DB_DIALECT
value: "postgres"
- name: DB_HOST
value: "nocobase-postgres"
- name: DB_PORT
value: "5432"
- name: DB_DATABASE
value: "nocobase"
- name: DB_USER
valueFrom:
secretKeyRef:
name: nocobase-db-credentials
key: username
- name: DB_PASSWORD
valueFrom:
secretKeyRef:
name: nocobase-db-credentials
key: password
- name: TZ
value: "UTC"
volumeMounts:
- name: nocobase-storage
mountPath: /app/nocobase/storage
volumes:
- name: nocobase-storage
persistentVolumeClaim:
claimName: nocobase-storage-pvc
---
apiVersion: v1
kind: Service
metadata:
name: nocobase
spec:
selector:
app: nocobase
ports:
- port: 80
targetPort: 80
type: ClusterIP
Du brauchst zusätzlich:
- Ein PostgreSQL Deployment (oder eine Managed Datenbank wie RDS/Cloud SQL)
- Kubernetes Secrets für Datenbank-Credentials und APP_KEY
- Persistent Volume Claims für NocoBase Storage
- Ingress Controller für HTTPS
| Kategorie | Bewertung |
|---|---|
| Komplexität | Sehr komplex: K8s-Expertise nötig |
| Preis | €70-200+/Monat (Managed K8s Cluster sind nicht günstig) |
| Anpassbarkeit | Sehr hoch: Volle Infrastruktur-Kontrolle |
Vorteile:
- Hochverfügbarkeit: Auto-Healing, Rolling Updates
- Enterprise-ready: Passt in bestehende K8s Workflows
- Infrastructure as Code: GitOps-freundliche Deployments
Nachteile:
- Massiver Overkill für die meisten Teams. Das brauchst du wahrscheinlich nicht
- Komplexes Setup: Erfordert K8s-Expertise
- Teuer: Managed K8s Cluster sind nicht günstig
- Operativer Overhead: Mehr bewegliche Teile = mehr Dinge, die kaputt gehen können
Am besten für: Große Unternehmen mit dedizierten DevOps-Teams, die bereits Kubernetes betreiben und NocoBase in ihre bestehende Infrastruktur integrieren wollen.
5. NocoBase Commercial Editions - Der offizielle Weg
NocoBase bietet kommerzielle Editionen mit Premium Features auf Basis der kostenlosen Community Edition. Anders als die meisten SaaS Plattformen nutzt NocoBase ein Einmalzahlungs-Modell statt monatlicher Abos.
So funktioniert's:
- Deploy NocoBase mit einer der oben genannten Methoden (Sliplane, VPS, lokal, etc.)
- Kauf eine kommerzielle Lizenz auf nocobase.com
- Schalte Premium Plugins und Features frei
Aktuelles Pricing:
| Edition | Preis | Wichtigste Features |
|---|---|---|
| Community | Kostenlos | Volle Plattform, Open-Source Plugins, unlimitierte User |
| Standard | $800 (einmalig) | White-Labeling, Closed-Source Plugins, externe Datenbanken |
| Professional | $8.000 (einmalig) | SSO, erweiterte Workflows, Approvals, geplante Backups |
| Enterprise | Auf Anfrage | Cluster Deployment, Audit Logging, Multi-Tenant, LLM Integration |
| Kategorie | Bewertung |
|---|---|
| Komplexität | Abhängig von der Deployment-Methode |
| Preis | Kostenlos bis $8.000+ (einmalig, nicht monatlich) |
| Anpassbarkeit | Sehr hoch: Voller Plugin Marketplace Zugriff |
Vorteile:
- Einmalzahlung: Keine monatlichen Abo-Gebühren
- Keine User-Limits: Alle Editionen haben unlimitierte User
- Community Edition ist sehr leistungsfähig: Die meisten Teams brauchen keinen Paid Plan
- Premium Plugins: Erweiterte Workflows, SSO und mehr
Nachteile:
- Erfordert trotzdem Self-Hosting: Du musst NocoBase selbst deployen
- Upgrade-Gebühren: Jährliche Erneuerung für Updates und Support (30% der Erstjahreskosten)
- Kein Managed Cloud: NocoBase bietet kein gehostetes SaaS wie Metabase Cloud
Am besten für: Teams, die Premium Features wie SSO, erweiterte Workflows oder White-Labeling brauchen und eine Einmalinvestition gegenüber wiederkehrenden SaaS-Gebühren bevorzugen.
Vergleichstabelle
Hier eine schnelle Übersicht:
| Feature | Sliplane | VPS (Self-Hosted) | Lokal | Kubernetes | Commercial Editions |
|---|---|---|---|---|---|
| Komplexität | Sehr einfach | Mittel | Einfach | Sehr komplex | Abhängig |
| Setup-Zeit | 5 Minuten | 30-60 Minuten | 1 Minute | Stunden/Tage | N/A (Add-on) |
| Monatliche Kosten | €9+ | €3-10 | Kostenlos | €70-200+ | Kostenlos bis $8.000 (einmalig) |
| Anpassbarkeit | Mittel | Hoch | Hoch | Sehr hoch | Sehr hoch |
| Wartung | Managed | Du selbst | N/A | Du selbst | Du selbst |
| HTTPS/SSL | Automatisch | Manuelles Setup | N/A | Manuelles Setup | Abhängig |
| Updates | One-Click | Manuell | Manuell | Manuell | Manuell |
| Skalierbarkeit | Gut | Manuell | N/A | Exzellent | Abhängig |
| Datenkontrolle | Dein Server | Volle Kontrolle | Volle Kontrolle | Volle Kontrolle | Volle Kontrolle |
| User-Limits | Unlimitiert | Unlimitiert | Unlimitiert | Unlimitiert | Unlimitiert |
| Am besten für | Die meisten | DIY Fans | Testen | Enterprises | Premium Features |
Welchen solltest du wählen?
Ich mach's dir einfach:
- Willst du die beste Balance aus Einfachheit und Kosten? Sliplane: Deploy in 5 Minuten, €9/Monat, unlimitierte User, kein DevOps nötig
- Willst du die absolut günstigste Option? VPS Self-Hosting: €3-5/Monat, aber du managst alles selbst
- Willst du es einfach nur testen? Lokales Docker: Kostenlos, sofort, kein Commitment
- Betreibst du ein großes Unternehmen mit K8s? Kubernetes: Nur wenn du die Expertise schon hast
- Brauchst du Premium Features? NocoBase Commercial: Einmalzahlung für SSO, erweiterte Workflows und mehr
Für 90% der User bietet Sliplane das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: Production-ready Deployment in unter 5 Minuten, vorhersehbares Pricing, unlimitierte User und null Server-Management. Du bekommst die Kostenvorteile des Self-Hostings ohne den Stress.
Nicht sicher, was NocoBase ist oder wie es sich von NocoDB unterscheidet? Schau dir unseren Guide zum NocoDB deployen an, um die Unterschiede zu verstehen.
Cheers, Atakan